Gemeinsam für mehr Lebensmittelsicherheit: der Food Safety Kongress 2027

Der Food Safety Kongress geht 2027 in seine 19. Auflage. Unter dem Motto „Gemeinsam für mehr Lebensmittelsicherheit" treffen sich Vertreter aus Industrie, Handel, Behörden und Wissenschaft in Berlin, mit einer neuen Teilnehmergruppe: der Bundeswehr.

Banner Food Safety Kongress 2027Quelle: Food Safety Kongress

Lieferketten werden länger, Rohstoffmärkte unberechenbarer, die Vorschriften komplizierter. Wer heute Lebensmittel sicher zu den Verbrauchern bringen will, braucht mehr als interne Kontrollmechanismen. Mit dieser Herausforderung setzt sich der Food Safety Kongress auseinander, der 2027 zum 19. Mal stattfindet und sich in fast zwei Jahrzehnten als zentrale Plattform für strategische Fragen der Branche etabliert hat. Zur Ausgabe 2026 kamen im Februar bereits mehr als 250 Fach- und Führungskräfte im Steigenberger Hotel am Kanzleramt zusammen.

Das diesjährige Motto rückt die Zusammenarbeit entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette in den Mittelpunkt, von der Rohstoffbeschaffung bis zum Handel. Schon 2026 stand dieser Gedanke im Zentrum: Behörden und Wirtschaft müssten enger zusammenarbeiten, Daten teilen und Systeme harmonisieren, lautete eine der zentralen Botschaften der vorherigen Veranstaltung.

Vier Themenschwerpunkte, ein roter Faden

Das Programm 2027 konzentriert sich auf vier Themenfelder. Im Fokus steht erstens die Frage, wie Unternehmen wachsende regulatorische Anforderungen erfüllen können, ohne Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit zu gefährden.

Zweitens rücken Business Continuity und Food Defence ins Visier, also der Schutz kritischer Strukturen in einem zunehmend angespannten Sicherheitsumfeld.

Drittens geht es um veränderte globale Lieferketten und neue Rohstoffmärkte, insbesondere um Rückverfolgbarkeit, Supplier Verification und den Schutz vor Food Fraud.

Viertens widmet sich der Kongress den Potenzialen von Künstlicher Intelligenz und digitalen Lösungen für ein vorausschauendes Risikomanagement, das Gefahren erkennt, bevor sie zum Problem werden.

Prominente Rednerliste, neue Facette

Zu den angekündigten Rednern zählen Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), sowie Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl, Präsidentin des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Aus dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat kommen gleich zwei hochrangige Vertreter: Abteilungsleiter Prof. Dr. Eberhard Haunhorst und Staatssekretär Prof. Dr. Dr. Markus Schick.

Mit Generalleutnant André Bodemann, Stellvertreter des Befehlshabers Operatives Führungskommando der Bundeswehr, ist erstmals auch eine hochrangige Stimme aus dem Bereich der zivil-militärischen Zusammenarbeit vertreten, denn Food Defence und der Schutz kritischer Infrastruktur müssen zunehmend auch sicherheitspolitisch gedacht werden.

Ein Blick auf die Kontinuität des Formats

Der Food Safety Kongress hat sich seit seiner Gründung als feste Größe im Branchenkalender etabliert. Die aktuellen Themen haben sich über mehrere Jahrgänge zu festen Programmpunkten entwickelt. Neu ist 2027 vor allem die stärkere sicherheitspolitische Note. Dass mit Bodemann auch eine hochrangige Stimme aus dem Bereich der zivil-militärischen Sicherheitspolitik am Programm beteiligt ist, zeigt, wie sehr sich die Debatte um Versorgungssicherheit inzwischen ausgeweitet hat.

Organisiert wird der Kongress von HDE Handelsverband Deutschland und Lebensmittelverband Deutschland als Trägern der Veranstaltung. Die BVE ist, gemeinsam mit dem Handelsverband Lebensmittel (BVLH), IFS International Featured Standards und der AFC Consulting Group, Kooperationspartnerin.

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